Eine Diktatur

Irgendwann muss ich dann doch eingeschlafen sein. Am Morgen weckte mich ein lautes Pochen und heiseres Geschrei. Einer der Aufpasser stand breit im Raum und brüllte Befehle: „Aufstehen! In den Waschraum!“ Es war ein Grauhaariger mit  einem scharfen Habichtsgesicht: Herr Kunz. Völlig benommen trabten wir in unseren Schlafanzügen nach draußen.

Der zweite männliche Aufpasser tauchte nun im Gang vor uns auf. Er war so um die fünfzig, wirkte ungeheuer sportlich, lief meistens in eng am Körper liegender Kleidung herum, sodass man seine Muskeln nicht übersehen konnte und hieß Aramis. Zwei andere Aufpasserinnen trieben die Mädchen in den Mädchenwaschraum. Eine war Herr Kunzens Frau, die andere Frau Schmidt. Zwei unheimliche, dickliche Gestalten.

Wir hatten ganze fünf Minuten um uns anzukleiden und unser Bett zu machen. Dann mussten wir vor der Tür antreten, und Aramis inspizierte die Betten und wie wir gekleidet waren. So hatte ich es im Fernsehen beim Militär gesehen. Was war das für ein Camp? Eine militärische Einrichtung? Was dann kam, übertraf selbst meine schlimmsten Vorstellungen. Ich werde es euch im nächsten Eintrag erzählen.

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