Zaza – Ein Lichtblick

Eingekerkert und gezwungen auf den rostigen Betten zu liegen, fiel es mir schwer einzuschlafen. Samson und Brauni, von dem man bis dato noch nicht viel mitbekommen hatte, schien es ähnlich zu gehen. Man hörte ächzen, stöhnen und ein leises Hämmern. Hämmern? Wir schreckten auf. Es kam von einer kleinen Holzluke in der Wand, die sich nun öffnete.

Wir hörten eine leise Mädchenstimme. Es war Zaza, die kleine Blonde, die uns schon zu Beginn der Fahrt aufgefallen war. Wegen ihrer Designerklamotten und ihrem damenhaften Auftreten hatten wir sie für eine Diva gehalten. Doch als ihr schmales Gesicht in der Luke auftauchte, war der überhebliche Ausdruck weg. Sie hatte geweint. Auch sie war eingeschlossen worden, aber ihr Zimmer war noch kleiner als unseres, fast wie eine Abstellkammer.

Zaza war der einzige Lichtblick an diesem Tag. Ich konnte sie sogar ein bisschen trösten. Bis es dumpf an unsere Flurtüren pochte und eine Männerstimme unheimlich laut schrie, dass jetzt absolute Stille herrschen sollte.

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Eine Antwort zu Zaza – Ein Lichtblick

  1. Zaza schreibt:

    Hey Dugo, toller Blog.
    Vielleicht glaubt uns ja bald jemand, was wir damals in den Ferien erlebt haben…

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